von Ludwig Bechstein (1801-1860) Es war ein reicher Jude, der reiste durch ein Königreich und trug mit sich einen großen Schatz an Geld und Gute. Da ihn nun sein Weg durch einen großen Wald führen sollte, fürchtete er sich, daß er um seines Geldes willen darin …
von Ludwig Bechstein (1801-1860) Es war einmal ein Ritter, der hatte neben vielem Geld und Gut ein böses Weib, das wußte er nimmer zu bemeistern, und war schier auf Erden kein ärger Weib zu finden. Er aber war ehrenhaft und sanften Muts. Beide hatten eine einz …
von Ludwig Bechstein (1801-1860) Es war einmal ein armer Handwerksmann, der hatte zwei Söhne, einen guten, der hieß Hans, und einen bösen, der hieß Helmerich. Wie das aber wohl geht in der Welt, der Vater hatte den bösen mehr lieb als den guten. Nun begab es s …
von Ludwig Bechstein (1801-1860) Es war einmal ein König, der lebte sehr glücklich mit seiner schönen, tugendsamen Gemahlin; ein einziges Söhnlein war ihnen vom Himmel geschenkt, und dieses war die Lust der Eltern. Doch nicht nur in des Königs hoher Familie wa …
von Wilhelm Hauff (1802-1827) Es ist ein schöner Brauch unter guten Menschen, die sich lieben und ge-trennt sind, daß sie gewisse Tage des Jahres festsetzen, in welchen sie sich von nahen und entfernten Orten her sammeln, sich wiedersehen und die Strahlen ihre …
von Wilhelm Hauff (1802-1827) Als das Desert aufgetragen wurde, entschlüpfte, unbemerkt von den bechampagnerten Gästen, die junge Frau. Sie warf den schweren Hoch-zeitstaat ab und erwählte unter der reichen Garderobe ein allerliebstes Reisekleidchen, denn nach …
von Wilhelm Hauff (1802-1827) Schnurstracks von der Kirche ging es hinaus nach Blauenstein. Eine ganze Karawane von Wagen und Reitern zog dem wohlbekannten Landau, in welchem die neugebackenen Eheleute saßen, nach. Der Hofrat war vorangeeilt, um alles zu leite …
von Wilhelm Hauff (1802-1827) Und endlich war der schöne Tag gekommen. Was nur halbwegs laufen konnte,, war heute in Freilingen auf den Beinen, und der polnische Graf und Fräulein Ida von Sanden waren in aller Munde. Vor der Kirchentüre schlugen und drängten s …
*DIAGNOSE KREBS* Was passiert nach einer solchen Diagnose?. Zukunftsplaene werden geloescht. Angeblich Wichtiges wird unwichtig. Denken, Handeln und Fuehlen nehmen eine andere Richtung ein. Was ist noch wichtig? – und was nicht. Wie lange lebt man noch?. Fuer …
von Wilhelm Hauff (1802-1827) Es war ein sonderbarer Anblick, den des Präsidenten Haus in diesen Tagen gewährte. Das Rennen und Laufen der Schneider und Schneiderinnen, Näherinnen, Schuster, Schreiner, Schlosser, Küster, Bäcker, Fleischer, Köche, Kaufleute u.s …
von Wilhelm Hauff (1802-1827) Indessen war Ida glücklich, selig zwischen dem Geliebten und dem Oheim. Dieser Oheim, sie hatte sich ihn als einen grämlichen, alten Herrn vorgestellt; dieser war es, der hie und da in Gedanken ihr Glück noch gestört hatte. Sie wu …
von Wilhelm Hauff (1802-1827) Auch Ida fehlte noch in der Gesellschaft; nun, sie hatte wahrscheinlich noch manches für die Bewirtung zu sorgen und zu rüsten. Endlich - der Präsident hatte sich heimlicherweise weggeschlichen - endlich ging die Türe auf, ein all …