von Wilhelm Busch (1832-1908) (Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Max_und_Moritz) Witwe Bolte Als die gute Witwe Bolte Sich von ihrem Schmerz erholte, Dachte sie so hin und her, Daß es wohl das beste wär', Die Verstorb'nen, die hieniden Schon so frühe abgeschi …
von Wilhelm Busch (1832-1908) (Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Max_und_Moritz) Vorwort Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, Welche Max und Moritz hießen. Die, anstatt durch weise Lehren Sich zum Guten zu …
Verfasser unbekannt Als du geboren wurdest, hast du geweint und alle um dich herum haben gelächelt. Lebe dein Leben bis zum Schluss so, dass du lächelst, auch wenn andere weinen – denn nur so kannst du auch anderen ein Lächeln ins Gesicht zaubern Â… Suche nic …
von Hector Berlioz (1803-1869) Die Prüfungen am Konservatorium haben vorige Woche begonnen. Am ersten Tagen nahm Herr Auber, um gleichsam den Stier bei den Hörnern zu fassen, die Klavierklassen vor. Die unerschrockene Jury, die beauftragt war, die Preisbewerbe …
von Jaroslav Hašek (1883-1923) Und es kam so, wie der hochwürdige Feldkurat prophezeit hatte: "Schwejk, du Lump, wenn du unbedingt dienen willst, dann wirst du also im Arsenal dienen. Vielleicht wird dir dort die Lust vergehen." So lernte also der brave Solda …
von Jaroslav Hašek (1883-1923) In jeder Armee gibt es Lumpen, die nicht dienen wollen. Sie ziehen es vor, ganz gemeine Zivilmameluken zu werden. Diese geriebenen Kerle führen beispielsweise Klage darüber, daß sie einen Herzfehler haben, obwohl sie vielleicht …
von Jaroslav Hašek (1883-1923) Der apostilische Feldvikar Doktor Koloman Belepotocky, Bischof von Antiochia, ernannte Augustin Kleinschrodt zum Militärseelsorger in Trient. Zwischen einem gewöhnlichen Geistlichen, einem Zivilpriester und einem Militärgeistlic …
von Jaroslav Hašek (1883-1923) Schwejk rückte frohen Herzens ein. Er hatte kein anderes Ziel, als sich beim Militär einen Jux zu machen, und es gelang ihm auch, zum Schrecken der ganzen Garnison in Trient zu werden, den Garnisonskom-mandanten inbegriffen. Sch …
von Anton Tschechow (1860-1904) Punktum, ich will mir das Trinken angewöhnen! Unter allen Umständen! Es ist endlich Zeit, vernünftiger zu werden. Man muß arbeiten und sich anstrengen ... Wenn es dir Freude macht, dein Gehalt zu erheben, so arbeite auch ehrlich …
von Julius Stettenheim (1831-1916) Der Polizeipräsident von Berlin trat gegen zehn Uhr morgens in sein Büro. Es war an einem kalten Dezembertage, aber in dem Büro herrschte eine angenehme Temperatur, der man es sofort anmerkte, daß hier auf Kosten der Stadt ge …
von Ludwig Bechstein (1801-1860) Vor uralten Zeiten ging einmal ein Mann am lieben Sonntagmorgen in den Wald, haute sich Holz ab eine großmächtige Welle, band sie, steckte einen Staffelstock hinein, hackte die Welle auf und trug sie nach Hause zu. Da begegnete …
von Ludwig Bechstein (1801-1860) In einer Stadt wohnte ein sehr reicher Kaufmann, der hatte am Haus einen großen und prächtigen Garten, in dem auch ein Stück Land mit Hirse besäet war. Da nun dieser Kaufmann einmal in seinem Garten herumspazierte - es war zur …