Im Sturm hast Du mein Herz erobert. Im Sturm werd' ich Dein Segel halten. Versuchen Dir die Wellen zu glätten, in der Welt uns gegenseitig zu retten. Uns fest aneinander halten … im Sturm der Liebe. Im Sturm werd' ich Dein Segel halten. Versuchen Dir die Welle …
von Fritz Ebensen Vor dem Terrarium steht eine Schlange, sehr lange. Sie weiß nicht wie und wo und wann, sie nach Hause kann. Ein Teil der Schlange, der hat Karten, sie muss warten. Die Uhr tickt. Sie denkt, ach, wäre ich schlau, um Acht beginnt die Tagesschau …
von Fritz Ebensen Zu dumm, sprach da die Schwalbe, nun brauch' ich doch die Salbe. Jetzt hat mein Bruder, dieses Luder, über Nacht den Sommer gemacht. Zu mir sagt er, es kommt viel später. Ein Hoch auf Peter.
von Gustav Schwab (1792 - 1850) Ein Harfner sitzt auf moos'gen Steinen, Er läßt das Volk des Weges ziehn; Er spielt und kümmert sich um keinen, Und keiner kümmert sich um ihn. Zuweilen schielet wohl den Sänger Ein Weidmann oder Pflüger an, Und denkt: wer ist d …
von Elisabeth Dauthendy (1854 - 1943) Ein Augenblick im Meer der Zeiten, in dem die stillen Stimmen tönen, die sonst der Tag verdeckt mit seinem lauten Schrei'n. Der Augenblick, in dem die Kerzen brennen, die heiligen Kerzen, die der Liebe leuchten, da jedes H …
von Wilhelm Busch (1832-1908) Das grosse Glück, noch klein zu sein, sieht wohl der Mensch als Kind nicht ein, und möchte, dass er ungefähr schon 16 oder 17 wär. Doch dann mit 18 denkt er: Halt, wer über 20 ist, ist alt. Kaum ist die 20 grad geschafft, erschein …
von Gottfried Keller (1819-1890) Frau Rösel ist eine gute Frau, wie liebt sie ihren König, den König und sein ganzes Haus und isst und trinkt so wenig! Die gute, arme Frau Rösel. Und als es hieß, der junge Prinz wird seine Braut heimführen, da sprach der Vogt: …
von Gottfried Keller (1819-1890) Es war der Has von Überlingen, der scheut' den Märzen wie den Tod; denn in die Glieder fühlt' er dringen mit ihm des Alters leise Not. Wann nun die Morgenlüfte wehten nach letzten Hornungs Mitternacht, sah man ihn vor die Türe …
von Nikolaus Lenau (1802-1850) Ich zog durchs weite Ungarland; mein Herz fand seine Freude, als Dorf und Busch und Baum verschwand auf einer stillen Heide. Die Heide war so still, so leer, am Abendhimmel zogen die Wolken hin gewitterschwer, und leise Blitze fl …
von Nikolaus Lenau (1802-1850) Rings im Kreise lauscht die Menge bärtger Magyaren froh; aus dem Kreise rauschen Klänge: Was ergreifen die mich so? - Tief gebräunt vom Sonnenbrande, rot geglüht von Weinesglut, spielt da die Zigeunerbande und empört das Heldenbl …
von Nikolaus Lenau (1802-1850) Drei Reiter nach verlorner Schlacht wie reiten sie so sacht, so sacht! Aus tiefen Wunden quillt das Blut, es spürt das Ross die warme Flut. Vom Sattel tropft das Blut, vom Zaum und spült hinunter Staub und Schaum. Die Rosse schre …